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Die Geschichte vom Westernreiten


 
Sie beginnt in der Zeit der Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die spanischen Konquistadoren (spanische und portugiesischen Eroberer von Süd-Mittel und zum Teil Nord Amerika, die nach der Entdeckung Amerikas die Eingeborenen unterwarfen und Spanische bzw. Portugiesche Herrschaft errichteten). Gold und Silber waren der Hauptgrund, warum die Spanier in den heutigen Südwesten der Vereinigten Staaten kamen. Als Mitbringsel brachten sie Kriegsausrüstung, lebendes Vieh und Pferde mit. In der Folge blieben die spanischen Missionare zurück um die Urbevölkerung zum katholischen Glauben zu bekehren.

Das Pferd war eigentlich ein Meilenstein für die gesamte Entwicklung und Besiedlung Amerikas, denn nur mit dem Pferd war es möglich, den scheinbar endlosen unbesiedelten amerikanischen Kontinent zu überwinden. Mit den Pferden wurde auch der spanische Reitstil "Vaqueroreiten", in den eroberten Gebieten gepflegt. Dieser ist die Grundlage für das heutige Westernreiten.

Die mitgebrachten Pferde wuchsen wie die Rinder in völliger Freiheit auf und bildeten die Grundbestände der wild lebenden Mustangherden. Nur die allerbesten Tiere wurden aus den Herden abgesondert und zugeritten. So entstand die Arbeitstreitweise der Cowboys und findet seinen Ursprung in der alten Reitkultur der Rancheros und Vaqueros. Aus den spanischen Sätteln und Gebissen entwickelten sich die kalifornischen Gebisse und Westernsättel.


Westernpferde werden darum auch speziell auf diese Reitweise gezüchtet.
Bevorzugt werden hier Pferde mit einem "kurzen Rücken" und einer Widerristhöhe
von max. 155 cm.

Zu den Westernpferden gehören folgende nordamerikanische Rassen wie:

- American Quarter Horse
- Appaloosa
- Colorado Ranger
- Paint Horse

Im Gegensatz zum Englischen Reitstil sind Westernpferde darauf trainiert auf Impulshilfengebung
anzutraben, oder zu galoppieren, um dann ohne weitere Einwirkung des Reiters in diesem Tempo
zu bleiben. Die Pferde müssen möglichst eigenständig arbeiten und auf kleinste Gewichts- und
Schenkelhilfen reagieren. Daher kommt die typische einhändige Zügelführung (Neck-Reining), weil
der Cowboy, oder der Vaquero meistens immer eine Hand frei haben muss.

Das Bild des Westernreitens ist geprägt von Sliding-Stops, bei denen das Pferd mit der Hinterhand
fast auf dem Boden "sitzt" und mit den Vorderbeinen weiterläuft. Von schnellen Drehungen um die
Hinterhand, den sogenannten Spins. Cowboybekleidung und rodeomäßige Atmosphäre gehören
genauso dazu, wie Jeans und Stiefel.

Genau wie bei anderen Reitweisen gilt auch beim Westernreiten, ein solide Ausbildung und sein
Können permanent zu verbessern. In erster Linie das Üben von Basiselementen und nicht das
Reiten von Show-highlights, die falsch geritten werden und dem Pferd auch gesundheitliche Schäden
zufügen können.

 








 
 

 

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