
Medicinewheel
Ein Medicine-Wheel (Medizinrad)
Es handelt sich hierbei um einen heiligen Ort mehrer Kulturen der Prärieindianer. Bei den Lakota ist das Medizinrad ein religiöses Symbol, bestehend aus einem Reif mit 4 Speichen. Die Zahl “Vier” hat bei den Lakota eine besondere Bedeutung. Sie steht für:
Die 4 Himmelsrichtungen – Osten, Süden, Westen und Norden
Jede Himmelsrichtung ist durch folgende Farben gekennzeichnet:
Der gelbe Stein liegt im Osten
Der weiße Stein liegt im Süden
Der schwarze Stein liegt im Westen
Der rote Stein im Norden
Weiter gehören auch dazu oben (der Himmel), sowie unten (Mutter Erde)
Welche alle einen zentralen Wert darstellen -
woksape (Weisheit),
woohitika (Tapferkeit),
wowacintanka (Seelenstärke) und
wacantognaka (Großzügigkeit)
In diesen 6 Richtungen ist alles vorhanden was man braucht um sein physisches, psychisches und mentales Gleichgewicht zu bewahren, oder wieder zu erlangen.
Das höchste Wesen der Lakota-Indianer, das “Wakan Tanka”, oder auch liebevoll Tunkashila (Großvater, Grosses Geheimnis, oder auch Great Spirit) genannt wird, besteht aus 16 verschiedenen “Höheren Wesen”. Dieser Begriff täuscht, denn es sind Wesen, die ein Teil dieses Grossen Ganzen sind, wie z.B. der Mond, die Sonne, die vier Himmelsrichtungen, der Himmel selbst und die Erde.
Man kann also nicht das Spirituelle und Alltägliche trennen, denn beides gehört bei den Lakota, Nakota oder Dakota zu ihrer Lebensweise. Alle Kreaturen sind miteinander verwandt und somit verbunden (Mitakuye Oyasin). Es ist ein Abbild der Schöpfungsordnung, um den eigenen Platz auf der Erde und uns selbst besser zu verstehen.
Das Rad wird in traditionellen Zeremonien verwendet und in jüngerer Zeit in künstlerischen Darstellungen als Symbol für das Volk und die Kultur verstanden.
Der schonende Umgang mit den Schätzen von Mutter Natur, das Achten auf Nachhaltigkeit und sich nur das zu nehmen was es zum Leben und Überleben braucht um auch den folgenden Generationen Nahrung und Artenreichtum zu sichern, verbindet alle Naturvölker, ob Indianer oder Afrikaner.
Denn das Überleben eines Stammes über Generationen hängt von diesem sorgsamen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen ab!
In der sogenannten zivilisierten Welt ist dieses Wissen und diese Verantwortung leider verloren gegangen. Doch jeder von uns kann im kleinen, in seinem persönlichen Umfeld, dafür sorgen diese Verantwortung für sich zu übernehmen und damit zur Genesung unserer angeschlagenen Umwelt beizutragen. Daran glaube ich und dafür trete ich ein.