Meine Kindheit verbrachte ich bis zu meinem 7. Lebensjahr im Großraum Hamburg, wo ich am 02.01.1965 in Hamburg-Reinbek geboren wurde. 1972 zog ich mit meinen Eltern, die sich beruflich verändert haben, ins sogenannte “Schwabenländle”. Ein kleiner Ort im Landkreis von Ludwigsburg. Es fiel mir anfangs wirklich sehr schwer, da meine Großeltern, Tanten, Onkel, eben meine nähere Verwandtschaft ja nun für mich sehr, sehr weit weg war. Jedenfalls empfindet man das als Kind so, als ob die Welt zusammen bricht, alle geliebten Menschen sind unerreichbar weit entfernt. Man kann sie nicht mal eben schnell besuchen.
Dies war ein tiefgreifender Einschnitt in meinem Leben und er gefiel mir anfangs überhaupt nicht. In der Schule wurde ich wegen meinem norddeutschen Dialekt ständig gehänselt, sie sagten immer: “So heißt das nicht”, dass ist ein Kehrwisch und kein Handfeger, des isch a Grumbiere und koi Kartoffel. :-)
So entschied ich mich dann, mir dieses “Schwäbisch” schnellstens anzugewöhnen um in der Schule nicht als Außenseiter angesehen zu werden.
Schon als Kind habe ich mich immer viel im Freien aufgehalten und nur in den kalten Jahreszeiten verlegte ich meine Spiele eher in die Wohnung, nachdem ich total ausgekühlt von draußen, vom Schneemann bauen kam. Naja, ich hatte einfach auch das Glück, dass es bei uns in Schwarzenbek (Schleswig-Holstein), noch Bauernhöfe gab mit echten Tieren zum Anfassen, mit einem Heuboden zum Herumtoben, was man eigentlich ja nicht durfte!
Hier wurde ich auch eingeschult und ich werde es meiner Mama nicht verzeihen, dass sie mich zum Friseur geschleift hat, damit man mir meine, bis zum Po langen Haare auf 10cm abschneiden konnte. Dessen nicht genug, hat sie mir dann Zuhause den Ponnie noch einmal nachgeschnitten, weil ihr dieser immer noch zu lang war. Oh man……
Also meine Bilder von der Einschulung, mit den schönen dunkelblauen Lackschuhen, den
schneeweißen Kniestrümpfen, einem blauen Kleid mit weiß-rotem Muster…..doch der Haarschnitt hat mich wirklich total entstellt.
Im Matsch spielen, och das hab ich immer gerne gemacht, zum Leid von meiner Mama natürlich. Mein Dreirad war mein absolutes Lieblingsfahrzeug und natürlich muss so ein Fahrzeug auch mal in die Werkstatt zur Reparatur. Ich hatte immer eine Spielidee und konnte mich sehr gut alleine beschäftigen. Im Hof gab es zum Beispiel auch eine Teppichstange zum Turnen, oder andere Klettergegenstände, wie die vielen Holzleitern vom Maler. Ich habe alles mögliche probiert und somit kam ich auch sehr oft mit blutender Nase, oder offenen Knien nach Hause.
Wenn ich mich also heute zurück erinnere, dann hatte ich eine wirklich sehr schöne Kindheit. Ich hatte das Glück, dass ich mich viel im Freien bewegen konnte, mit Tieren zum Anfassen. Schon immer haben mich Pferde fasziniert und das ist auch bis heute so geblieben. Es ersetzt jeden Psychater.
Ich liebe die Natur, am Lagerfeuer sitzen, Musik hören und natürlich Westernreiten.