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The Great Sioux Nation -

Ihr Überlebenskampf gestern und heute

 

 

In einem der mächtigsten und reichsten Länder der Welt, im Traumland Amerika, breitet sich mitten in den „Great Plains“ die Dritte Welt aus. Das Indianerreservat „Pine-Ridge“ liegt im US-Bundesstaat Süd Dakota. Bill Clintons Reform in der Sozialhilfe trieb die Ureinwohner von Amerika noch tiefer ins Elend.

Hier im Pine-Ridge-Reservat leben die „Sioux-Indianer“.  Bekannt durch den berühmten Kinostreifen mit Kevin Kostner  „Der mit dem Wolf tanzt“. Sie leben heute nicht mehr in Tipis, so wie wir es aus unzähligen Filmen her kennen, sondern in unglaublich armseligen und nicht isolierten Preßspanhütten, Wohncontainern oder sperrigen Holzhäusern.

Die „Lakota-Indianer“, denn das ist ihr richtiger Name, wohnen hier auf ca. 40 qm mit bis zu 10 Familienmitgliedern auf engstem Raum.  Sie erhalten eine monatliche Unterstützung von ca. 320,00 US-Dollar. Umgerechnet sind das ca. 218,00 EURO die hier eine Familie zur Verfügung hat. Abzüglich der Mietkosten bleibt den Familien gerade mal 154,00 EURO zum Überleben.

Und dann zieht im Oktober der Winter im Reservat ein, der bis etwa Mai anhält. Blizzards fegen mit bis zu 100 h/km über die weite Prärie hinweg und verwandeln das Land in wenigen Stunden in ein Katastrophengebiet. Minus 40 Grad Celsius ist hier normal. Jeden Winter sterben in der Reservation Menschen an Erfrierungen, oder Unterkühlung weil ihnen das nötige Geld für Heizmaterial fehlt.
Damit das Heizmaterial überhaupt geliefert wird, benötigt die Familie 120,00 US-Dollar, doch das haben die wenigsten zur Verfügung. Denn Strom, Kleidung und Lebensmittel müssen von dem bestritten werden, was sie als Unterstützung erhalten. Einige verdienen sich durch Kunsthandwerk, was sie an die Touristen verkaufen was dazu, allerdings reicht das aber nicht aus.

Die Weißen nahmen ihnen ihr Land, ihre Bodenschätze, pferchten sie in Freiluftgefängnisse. Es wurde ihnen verboten ihre eigene Sprache zu sprechen. Man zerstörte ihre Familien,  indem man ihnen ihre Kinder wegnahm und in Internate steckte um ihre Identität systematisch zu zerstören.

In internationalen Studien wird davor gewarnt, dass die Sioux-Indianer vom Aussterben bedroht sind. Über 90% im Reservat leben weit unter der Armutsgrenze, Diabeteserkrankung  liegt hier 800% höher als in den gesamten USA und auch die Selbstmordrate ist hier 4x höher.
Pine-Ridge hat eine Fläche von ca. 11.000 Quadratkilometer, also 4x so groß wie das Saarland und in der Hauptstadt „Pine-Ridge“  die eher einer verlassenen Kreuzung gleicht, finden sich 2 Tankstellen, 2 Ampeln ein paar Häuser drum herum und ein Krankenhaus. Öffentliche Verkehrsmittel oder eine Müllentsorgung suchen Sie hier vergeblich.

Was Sie hier finden, sind höchstens verlassene Kirchen, Autowracks und viele Kinder, von denen  wiederum viele selbst Kinder haben. Die Jugendlichen hier gehen in keine Disco oder ins Kino, denn solche Treffpunkte gibt es hier gar nicht. Zur Schule fährt allerdings ein Bus. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden wo sich jeder ein Bild von den Entfernungen machen kann, die man hier zurücklegen muss.
Doch die Arbeitslosenquote liegt bei 85%, denn wo soll man auch arbeiten wenn es keine Industrie gibt. Diese Hoffnungslosigkeit lässt viele Jugendliche und Eltern in die Alkoholabhängigkeit, oder Drogensucht geraten.

Das Winterprojekt wird von der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. gefördert
www.gfbv.de

Wir alle bedanken uns ganz herzlich für Ihr Interesse und geben Ihnen auch gerne telefonisch nähere Auskünfte.

 

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